Story

Dieser Webauftritt ermöglicht zum ersten Mal den öffentlichen Blick auf die Ergebnisse von über 40 Jahren meines künstlerischen Schaffens neben den beruflichen Aufgaben. Er ist gleichzeitig die Plattform zur Präsentation dessen, was in Zukunft noch entstehen soll.

Künstlerische Werke sind Mitteilungen. In ihrer visuellen Qualität enthalten sie eine vom Künstler formulierte, sichtbare und deutbare Botschaft. Die Präsentation regt folgerichtig zum Sehen, Analysieren, Staunen und Erfreuen an, ist aber auch die mögliche Grundlage für Diskurs, Kritik oder Ablehnung. Diese Webpage ist damit ein Schaukasten und die Grundlage der Auseinandersetzung mit den gezeigten Arbeiten und dem Werk.

Mit den Arbeiten habe ich mir eine Parallelexistenz geschaffen. Diese zu offenbaren, fiel mir nicht leicht. Als Künstler bin ich mindestens anteilig auch Sammler und mit diesem verwandt. Künstler wie Sammler suchen Dialog und Teilhabe. In diesem Sinne ist die Konfrontation mit der Öffentlichkeit nur konsequent und schlüssig.

Warum entstehen die Arbeiten? Für mich sind sie eine zusätzliche Ausdrucksform, eine visuelle Sprache, mit der ich etwas anders und integraler darstellen kann als in Textform oder gesprochener Sprache. Gedanken, Eindrücke, Erlebtes, Vorstellungen und Pläne werden so aufbewahrt, ähnlich, wie es über Tagebuchaufzeichnungen oder ein Fotoalbum geschieht. Die Frage, ob dabei Kunst entsteht, ist nachrangig. Das Ergebnis ist so vielfältig wie die Ausgangspunkte: Malerei, Fotografie, Collage, Skulptur, Objekt, Relief, wobei die Grenzen hierbei fließend sein können. Abstrakte Werke stehen neben gegenständlichen. Nicht zuletzt machen die Ausführung und das Ergebnis Freude!

Die abstrakten Arbeiten sind vielfach Auseinandersetzungen mit Raum und Zeit oder den Vorstellungen darüber. Von mir verwendete Gegenstände und umgewandelte Materialien sind charakteristisch für eine Zeit oder den ursprünglichen Zweck. Vieles davon entstammt dem Alltagsgeschehen und der unmittelbaren Umgebung. Sie sind einfach da und fordern mich heraus sie umzuformen.

Hansgeorg Balthaus
Januar 2025